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7 Teilbereiche

Je nach Größe des Unternehmens werden Buchhaltungen auch in Teilbereiche unterteilt.

Die 7 Teilbereiche der Buchhaltung

1. Die Finanzbuchhaltung

Hier werden alle Vorgänge verbucht und alle Buchungen eingegliedert, die zur Gewinn- und Verlustrechnung und zur Bilanzierung notwendig sind.

2. Die Debitorenbuchhaltung

Dieser Bereich der Buchhaltung verarbeitet alle Forderungen des Unternehmens an Kunden. Debitoren (lat.) sind die Schuldner, die vom Unternehmen Waren oder Dienstleistungen bis zur Bezahlung auf Kredit bezogen haben. In der Debitorenbuchhaltung ist das Mahnwesen oder, moderner ausgedrückt, das Forderungsmanagement angesiedelt.

3. Die Kreditorenbuchhaltung

Diese Abteilung erfasst und bearbeitet Verbindlichkeiten des Unternehmens gegenüber Lieferanten. Kreditoren (lat.) sind die Gläubiger des Unternehmens, die bis zur Begleichung ihrer Rechnung dem Unternehmen kurzfristig Kredit gewähren. Forderungen von Lieferanten werden als Verbindlichkeiten geführt. Die unterschiedlichen Fälligkeiten der Verbindlichkeiten ermöglichen eine kurzfristige Liquiditätsplanung.

4. Die Anlagenbuchhaltung

Sie verwaltet und verbucht Bestand und Veränderungen im Anlagevermögen des Unternehmens. Das sind abnutzbare und nicht abnutzbare Güter, die zu einer Nutzung auf Dauer bestimmt sind. Dazu zählen

  • Immaterielle Vermögensgegenstände: Konzessionen, Lizenzen, gekaufter Firmenwert
  • Sachanlagen: Grundstücke und Bauten, Technische Anlagen und Maschinen, Büro- und Geschäftsausstattung
  • Finanzanlagen: Beteiligungen, Wertpapiere, Leihgeschäfte

5. Die Lohnbuchhaltung

Die Lohnbuchhaltung bucht und wickelt Lohn- und Gehaltsforderungen ab, einschließlich aller Abgaben an Sozialversicherungsträger, Lohnsteuern, Abtretungen, Lohnzusatzleistungen, Zuschüsse und Lohnersatzleistungen. Sie pflegt die Personal-Stammdaten. In kleineren Unternehmen laufen in der Regel alle Personalangelegenheiten über die Lohnbuchhaltung.

Lohnbuchhaltung wird heute auch in kleinen und mittleren Unternehmen mit Hilfe elektronischer Personalinformationssysteme durchgeführt. Großunternehmen integrieren die Lohnbuchhaltung oft als Personalmanagement-Modul in ihr ERP (Enterprise Resource Planning = Einsatzplanung der im Unternehmen vorhandenen Ressourcen). Für Lohnbuchhalter oder Personalmanager sind Kenntnisse im Arbeitsrecht, Sozialversicherungsrecht und Lohnsteuerrecht zwingend.

6. Die Kostenrechnung

Sie ordnet Kosten einzelnen Unternehmensteilen oder Projekten zu und wertet diese in der Kosten- und Leistungsaufstellung aus.

7. Die Lager- und Mengenbuchhaltung

Sie ist für die Verwaltung und Buchung von Geschäftsvorgängen in der Materialwirtschaft zuständig: Zugänge, Abgänge, Ausschuss.